Thats me - TomIch bin also wieder online.
Für jene, die mich kennen, ist das nicht das erste Mal. Ich habe schon einiges zum Thema Design veröffentlicht. Diese Artikel sind mitsamt der zugehörigen Website im digitalen Nirvana entschwunden. Und mit ihr all meine Werke.

Aufgrund vieler Ereignisse in den letzten Jahren wurde mir bewusst, wie wenig ich über mein eigenes Leben – und dem Sinn darin – verstanden habe.
Digitales hat keinen bleibenden Wert, denn es sind nur Nullen und Einsen – virtuelles Zahlenkauderwelsch, dass einer Maschine zur Übersetzung bedarf.
Dreh den Strom ab – und nichts bleibt.

Dank einer großen Lehrerin – meiner Tochter Dajana – habe ich gelernt, dass man stets dem Herzen folgen sollte, egal wie schwer dies auch sein mag.
Sie zeigte mir mit ihrer Art zu leben, dass nur das persönliche Glück, die Freude am Tun an sich, als Barometer für eine sinnhafte Erfüllung sein kann. Erst was Dich selbst erfüllt, gibt Dir die Kraft, anderen dienlich zu sein.
Sie hatte Recht.

Es war nicht einfach für mich, aber nun bin ich hier und habe aus meinem lange gehegten Hobby einen Beruf gemacht.
“Tom Bacon Guitars” als Marke wurde mit November 2013 aus der Taufe gehoben und unter diesem Namen fertige ich nun Gitarren und Effektgeräte.
Alles ist auf Anfang gestellt, die ersten Schritte getan und niemals zuvor war ich mit dem was ich tue so erfüllt wie heute.

Ich habe vielen Menschen zu danken, manche sind Freunde geworden, manche wieder eigene Wege gegangen. Dank euch allen! Bleibt an meiner Seite, wie ich es tun will, solange der Weg es erlaubt.

Aber den allergrößten Dank schulde ich Dir, Dajana.
Danke Dir!

Ganz Recht, Tom Bacon ist eine Übersetzung meines Namens ins Englische.
Seit den frühen 1980ern beschäftige ich mich mit dem Thema Gitarren und Effekten, beides daraus entstanden, dass die Originale, die man gerne gehabt hätte, damals schlichtweg zu teuer für mich waren.
So wurde schon mal aus einer alten Tischplatte eine Gitarre gefertigt.
Das hat sogar funktioniert und höllisch Krach und Laune gemacht.

Heute repariere, modifiziere und überhole ich Gitarren aller Art. Ich baue elektrische und semiakustische Gitarren, genau abgestimmt auf den neuen Besitzer, ob das nun eine Kopie eines Klassikers ist, eine Interpretation oder ein gänzlich eigener Entwurf.

Für Gitarrenbau gibt es Schulen. Die handwerklichen Fähigkeiten kann man lernen, es ist nicht einmal so schwer.
Was man braucht ist Erfahrung.
Gitarrenbau ist für mich weit mehr als das physikalische Wissen, was man aus Büchern oder Kursen lernen kann.
Es ist meine Berufung, eine magnetische Anziehung.

Es geht nicht darum, so wie bekannte Markennamen dies leider betreiben, eine Gitarre nach den Kriterien der Meinungsforschung zu entwerfen, günstig herzustellen und möglichst viele davon an den/die Musiker/in zu bringen.

Vielmehr ist es ein immerwährender Versuch noch Besseres zu erschaffen und dem/der Musiker/in das richtige Werkzeug zum Ausdruck der eigenen Attitüde zu geben.
Das ist nicht in Zahlen zu bemessen oder am Marketing zu bewerten, siehe auch diesen Artikel.

Eine Gitarre entsteht nicht einfach nur aus 2 Stücken Holz, ein bisschen Draht und Knowhow.
Sie besteht vielmehr aus Bildern, die man beim Bau vor Augen hat, aus Liebe zur Form und Material.
Und aus der Fähigkeit, sein Wissen, sein Handwerk, seine Emotion und viele viele Stunden Liebe zu verwandeln – in Sound.

Was wirklich zählt, ist der Moment, wenn jemand Dein Werk zum ersten Mal auspackt, zur Hand nimmt und darüber streicht.
Und erwartungsvoll das Instrument an sein Equipment stöpselt nur um SIE zum ersten Mal zu hören.
Ich liebe es, wenn Augen aufgehen und zu strahlen beginnen.

Das ist, warum ich Gitarren baue.
keep rockin´, Tom